Um den Corbett Nationalpark überhaupt richtig zu verstehen und voll würdigen zu können, halte ich es für unabdingbar, vor dem ersten Besuch mindestens eines von Jim Corbetts Büchern gelesen zu haben. Bei meinen Aufenthalten in diesem wunderschönen Nationalpark bin ich immer wieder platt, wenn ich Besucher spreche, die keinerlei Wissen über Jim Corbett besitzen. Viele haben keine Ahnung, wer Corbett war, wo er gelebt hat, was er getan und bewirkt hat. Und dazu zählt natürlich die Jagd auf menschenfressende Tiger und Leoparden. 

 
Wer jedoch seine Bücher gelesen hat, wird sich oft nicht damit begnügen, den nach Jim Corbett benannten Nationalpark zu besuchen. Das Verlangen ist einfach zu gross, auch zu sehen, wo Corbett einen der Menschenfresser erlegt hat. So war es bei mir und so ist es auch bei Menschen auf der ganzen Welt. Mich hat schon immer das Buch über den menschenfressenden Leopard von Rudraprayag ganz besonders fasziniert und so blieb es nicht aus, dass ich diese Örtlichkeiten mit dem ersten Besuch des Nationalparks verband. Was für ein Erlebnis! Die lange Fahrt nach Garhwal hat sich in jeder Hinsicht gelohnt. Zwischenzeitlich besuchte ich auch das Wirkungsgebiet des Mohan Man-eaters, es war ein Tiger. Die Fahrt von Mohan nach Kartkanoula, dort wurde der Tiger erlegt, war hochinteressant, die Gegend ist traumhaft schön. Und so werde ich nach und nach auch all die anderen Gegenden aufsuchen.
 
Ausgangspunkt für diese Touren ist immer Ramnagar, manche Örtlichkeiten kann man in Form von Tagesausflügen besuchen, andere liegen weiter entfernt und man ist dann ein paar Tage unterwegs. Aber immer ist sehr aufregend und spannend! Und was besonders schön ist, die Stellen, an denen Jim Corbett den Menschenfressern nachgestellt hat, befinden sich oft in relativ unberührten Gegenden. Klar, seitdem Corbett auf die Menschenfresser Jagd gegangen war, ist sehr viel Zeit vergangen, teilweise über 100 Jahre, und in all den Jahren hat sich viel verändert. Dies sieht man deutlich am Beispiel Rudraprayag. Zu Jim Corbetts Zeiten war der Ort relativ klein, nun ist er sehr betriebsam. Der Leopard war nicht direkt in Rudraprayag erlegt worden, sondern in einer kleinen Siedlung namens Golabrai. Zwischenzeitlich sind diese Orte zusammengewachsen, aber das schmälert das Erlebnis in keinster Weise.
 
Wenn Sie sich für eine oder mehrere dieser Touren interessieren, gebe ich Ihnen gern alle Informationen. Kommen Sie mit!
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